Baumanagement

Effektives Baumanagement sichert die Einhaltung von Bauzielen

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Baumanagement

Auf Großbaustellen herrscht praktisch rund um die Uhr reger Betrieb. Je nach Bauvorhaben tummeln sich fünf, zehn oder gar dutzende von Einzelfirmen auf dem Gelände. Dennoch geht es dort keineswegs chaotisch zu – der Betrachter hat vielmehr das Gefühl, dass hinter jeder Aktion ein Plan steht. Dieser Eindruck ist durchaus richtig: Bei jedem größeren Bauprojekt gibt es jemanden, der für die Koordination aller Aktivitäten verantwortlich ist – der Baumanager.

Insbesondere bei Bauvorhaben, die sich über mehrere Jahre hinziehen, ist ein effektives Baumanagement der Schlüssel zur Einhaltung der Bauziele. Um zu verhindern, dass jedes beteiligte Unternehmen sein eigenes Süppchen kocht, wird ein Team aus erfahreren Planern zusammengestellt. Die Mitglieder dieses Teams achten streng darauf, dass finanzielle und zeitliche Vorgaben eingehalten werden. Das Baumanagement ist zudem dazu befugt, Verträge mit Firmen zu kündigen und einen Konkurrenzbetrieb zu engagieren, falls es nötig wird.

Was passieren kann, wenn das Baumanagement versagt, lässt sich erahnen, wenn man sich die vielen “Bauruinen” ansieht, die es in nahezu jeder Stadt gibt. Das wohl bekannteste Beispiel ist der neue Berliner Großflughafen, dessen Eröffnung bereits mehrere Male verschoben wurde. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen dem Baumanagement und den beteiligten Unternehmen, die bisweilen in aller Öffentlichkeit ausgetragen werden. Die Schwelle zur Peinlichkeit ist bei diesem Mammutprojekt, das im Jahr 2006 gestartet wurde, längst überschritten.

Ähnlich dramatisch ist die Situation bei der geplanten Elbphilharmonie in Hamburg: In dem Bauwerk, das schon längst hätte fertiggestellt sein sollen, hat bis dato noch kein einziges Konzert stattgefunden. Die Firma Hochtief hat den Baubetrieb schon vor langer Zeit eingestellt; nicht einmal ein Dach ist vorhanden, sodass es in den 500 Millionen Euro teuren Bau hineinregnet. Wann und ob dort jemals Orchester von Weltrang zu sehen und zu hören sein werden, steht in den Sternen.

Solche Negativbeispiele machen deutlich, wie wichtig ein rigoroses Baumanagement ist. Durchsetzungsfähigkeit ist eine der wesentlichen Eigenschaften, die jemand mitbringen muss, der in dieser schwierigen Branche tätig ist. Andernfalls können die Kosten schnell aus dem Ruder laufen, und der zugesicherte Termin für die Übergabe kann nicht eingehalten werden. In solchen Fällen sehen sich die beteiligten Parteien meist vor Gericht wieder, was nicht nur mit hohen Kosten, sondern auch mit einem Reputationsverlust verbunden ist.

Fast alle erfolgreichen Baumanager haben neben ihrer universitären Ausblidung auch eine handwerkliche Lehre durchlaufen. Praktisches Wissen ist in diesem Beruf unabdingbar – schon alleine deswegen, weil man sonst kaum dazu in der Lage ist, die Güte der geleisteten Arbeiten zu beurteilen. Jemand, der Architektur im Nebenfach studiert hat und nie etwas anderes gesehen hat als den Hörsaal, verfügt zwar über ein gewisses Maß an Fachwissen; die Sicherung der handwerklichen Qualität ist jedoch etwas, das nur ausgewiesene Fachleute bewerkstelligen können.

Allgemein

Lehm findet wieder Anwendung im Innenbereich

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Fersing  / pixelio.de

Altbewährte Materialien werden zunehmend wieder entdeckt, wenn es um Wohnbereiche geht. So wird die Eigenschaft des Naturstoffes Lehm, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren gerne genutzt, wenn die Luft zu trocken oder zu feucht ist. Lehm Putz ist nachweislich besser in Bezug auf die Wasserspeicherung als viele der üblicherweise eingesetzten Mittel. Die in diesem Naturstoff enthaltenen Mineralien können Schadstoffe binden, zudem schafft Lehm ein optimales Raumklima.

Vor allem Naturverbundene greifen immer mehr auf Altbewährtes zurück, so findet man neben Stein und Holz auch immer mehr Lehm in den Häusern. Dieser wird entweder auf die Wände anstatt des klassischen Verputzes aufgetragen oder es wird lediglich eine Lehmfarbe verwendet. Die es heute bereits in vielen Farben gibt. Beliebt sind Lehmfarben auch wegen der Möglichkeit, verschiedene Strukturen zu bilden. Man kann Lehm mit Pinsel, Bürste oder Schwamm auftragen und einzigartige Mustermischungen erstellen. Die Reinigung der Pinsel und Bürsten ist einfach mit Wasser, somit erspart man sich das Hantieren mit Chemikalien.

Anwendung findet Lehm auch bei der Renovierung alter Bausubstanz. Wobei man sich bei der Verarbeitung von Lehmstoffen doch etwas besser erkundigen sollte, denn manche enthalten synthetische Mittel, die zur Konservierung dienen und somit sich die Natürlichkeit etwas relativiert. Auch das Auftragen erfordert vor allem beim Verputzen etwas mehr Können, da ein stärkerer Abrieb als bei herkömmlichen Verputzen auf Zement- oder Gipsbasis vorhanden ist.

Die gute klimatische Wirkung entwickelt Lehm erst, wenn es etwa einen Zentimeter dick auf die Wände aufgetragen wird, dies sollte man beachten. Mit der Lehmfarbe alleine kann man diese Wirkung nicht erreichen. Erst in der Kombination kann man davon ausgehen, dass sich mit der Zeit die Luftfeuchtigkeit auf zwischen 45 und 55 Prozent einpendelt, was für den Menschen optimal ist. Auch sollte man genau darauf achten, welche Produkte man verwendet und jene mit synthetischen Zusätzen eher meiden.

Diese einfache Mischung aus Ton, Sand und Wasser, die man Lehm nennt, kann an vielen Orten in unseren Breiten gewonnen werden. Mit verschiedenen Anteilen und Sorten von Sand, erhält man auf natürliche Weise unterschiedliche Pigmente, somit sind Chemikalien nicht nötig, um verschiedene Farben zu erhalten. Von fast weiß über grau bis zu rot gibt es Lehm in vielen Tönen. Der etwas teurere Preis kann mit der wohltuenden Wirkung auf den Menschen gerechtfertigt werden.

Innendesign

Marmor – ein Stein für die Ewigkeit

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Rainer Sturm  / pixelio.de

In der Architektur und im Innendesign herrscht nach wie vor ein minimalistischer Trend. Obwohl man alte architektonische Schmuckstücke aus der Vergangenheit bewundert, möchte der moderne Mensch der Funktionalität einen Vorrang geben, wobei man auf eine ästhetische Harmonie zwischen den Strukturen und eingesetzten Materialien achten möchte.

Bevorzugt eingesetzt werden heutzutage Glas und Metall. Das Glas spielt beim Faktor Licht und Wärme eine große Rolle, da durch die neuen Herstellungsverfahren gewährleistet wird, dass das Licht zwar herein, aber die Kälte draußen bleiben kann. Das Metall wiederum ist ein sehr anpassbares und robustes Material, das mit vielen unterschiedlichen anderen kombiniert werden kann.

Ein Klassiker unter den Materialien bleibt jedoch nach wie vor: Marmor. Seit dem 7. Jahrhundert vor Christus wurde dieses harte Gestein in Griechenland auf der Insel Paros gewonnen. Auch sehr bekannt ist der Marmor aus Carrara, der noch während der Römerzeit im 2. Jahrhundert vor Christus gewonnen wurde und für die Ausstattung in den geräumigen und pompösen Villen der Patrizier eingesetzt wurde.

Man verbindet diesen Stein unweigerlich mit den Böden im Mittelmeerraum, wo sie in den heißen Monaten eine angenehme Kühle verbreiten. Viele Jahrhunderte lang mit Holzkeilen und Wasser aus dem Gestein getrennt, gilt Marmor auch heute noch als sehr wertvolles Material für die Bodengestaltung. Zudem gibt es durch die unterschiedlichen Maserungen eine Vielzahl an Möglichkeiten ihn auch in Form von Mosaiken zu verwenden.

Echter Marmor kann hervorragend in Kombination mit Stahl und Glas verwendet werden. Es passt genauso zum minimalistischen Trend der Neuzeit, wie es in die riesigen Hallen alter Tempel gepasst hat. Durch seine Eigenschaften ist er in der Erhaltung sehr einfach und hat eine überaus lange Lebenszeit. Zahlreiche Beispiele aus der Vergangenheit zeugen von der Verwendung von Marmor vor allem im Mittelmeerraum und diese sind mehrere Tausend Jahre alt, somit ist es ein Stein, der wahrlich für die Ewigkeit bestimmt ist.

Die Verarbeitung von Marmor in Böden und Wandfliesen ist eine Möglichkeit, dieses Material einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Trotz der Tatsache, dass Marmor als hochwertiges Material zu den teureren gehört, wird er gerne auch in öffentlichen Flächen genutzt, da er durch seine Festigkeit und Langlebigkeit eine langfristig sehr günstige Investition darstellt. Im Innendesign ist Marmor nicht wegzudenken, denn seine immerwährende Schönheit in den zahlreichen Schwarz-, Rot- und Weißtönen wird seit jeher bewundert.

Allgemein

Solarzellen – eine günstige Heizungslösung

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solar-panels Die Anwendung von grüner Energie wird zunehmend wichtiger. Mit der Energiewende wird zum Beispiel in Deutschland nach Möglichkeiten gesucht,  nachhaltigere Energiemöglichkeiten einzuführen. Fossile Energiequellen werden zunehmend teurer. Ebenfalls können Spannungen zwischen  Russland und Europa schwierigkeiten in der Gasversorgung verursachen, das nochmals die Notwendigkeit der Anwendung von grünen  Energiequellen hervorhebt. Es soll nicht ungesagt bleiben, dass alle diese genannten Tatsachen auch Preiserhöhungen verursachen.

Glücklicherweise hat auch der Einzelverbraucher die Möglichkeit, günstigere und nachhaltigere Energieversorgungsmöglichkeiten auszusuchen. Hierbei bieten sich Solarzellen als eine relativ günstige und nachhaltige Energiequelle aus.

Die Monokristalline Solarzellen sind am effektivsten, dabei ist auch die Herstellung von diesen Solarzellen am teuersten, da sie aus einem großen Siliziumpaneel geschnitten werden. Darauf werden Leiter aus Metallstreifen gelötet, damit die Elektronen, die aus dem Panel freigesetzt werden, gefangen werden können. Der Wirkungsgrad von Solarzellen ist relativ hoch, 20%. Diese empfehlen sich für hohen Energiebedarf.

Die Polykristalline Solarzellen haben einen niedrigeren Wirkungsgrad. Entsprechend sind diese Solarzellen auch meistens günstiger, da in diese Solarzellen mehrere kleinere Elemente eingesetzt werden, die danach verbunden werden. Der Wirkungsgrad der Zellen liegt bei 17%.

Eine weitere Möglichkeit stellen amorphe Siliziumsolarzellen dar. Diese besitzen keine Kristallstruktur und sie werden direkt auf diverse Materialien geklebt. Die wichtigsten Vorteile von diese Solarmodule sind niedrige Produktionskosten und die Vielfältigkeit der Anwendungsmöglichkeiten. Auch können diesen Solarmodulen wesentlich schneller produziert werden. Im Vergleich mit den anderen, schon genannten Auswahlmöglichkeiten ist der Wirkungsgrad von amorphen Siliziumsolarzellen am niedrigsten, sollte aber die Bedürfnisse eines Haushalts abdecken. Diese Solarzellen passen sehr gut zu kleineren Haushalten, da sie günstiger sind und trotzdem den Bedarf gut entsprechen.

Grundsätzlich gilt, dass die fossilen Energiequellen innerhalb von 50 Jahren zu Ende gehen, der Energiebedarf wird sich aber stetig erhöhen. Ein kluger Hausbesitzer oder Unternehmer macht sich daher schon jetzt Gedanken, welche alternative Möglichkeiten vorhanden sind und Solarzellen eignen sich dafür dank Günstigkeit und einfacher Bedienung herrlich.

Allgemein

Ein Helikopter Rundflug ist die ultimative Geschenkidee

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In der heutigen Zeit ist es kein leichtes Unterfangen, ein Geschenk zu finden, das beim Empfänger wirkliche Freude auslöst. Ein Einkaufsgutschein oder die obligatorische Flasche Wein sorgen nur noch bei wenigen Menschen für Begeisterung. Wer seiner Herzensdame oder einem nahen Familienangehörigen ein Geschenk der besonderen Art machen will, bucht einen Helikopter Rundflug.

Eine Tour mit dem Heli ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Während des gesamten Fluges hat man einen atemberaubenden Blick auf die überflogene Landschaft und kann viele Details erkennen. In einem gewöhnlichen Flugzeug sieht man oft nur während der Start- und Landephase etwas von der Umgebung. Sobald der Flieger die Reiseflughöhe erreicht hat, besteht das Panorama aus dem ewig blauen Himmel und vorbeiziehenden Wolken. In einem Hubschrauber fliegt man dagegen wenige Hundert Meter über dem Boden. Die maximale Reiseflughöhe liegt bei den meisten Helikoptern zwar bei drei bis fünf Kilometern – dieses Niveau wird aber nur erreicht, wenn der Helikopter Rundflug durch die Schweizer Alpen oder andere Bergregionen führt.

Wie sicher ist ein Helikopter Rundflug?

Wegen ihrer geringen Größe wird häufig angenommen, dass Helikopter unsichere Fluggeräte sind. Dem ist nicht so – die Unfallstatistiken weisen klar aus, dass man in einem Hubschrauber ebenso sicher reist wie im eigenen Wagen. Selbst wenn der Rotor einmal ausfallen sollte, führt dies nicht zwingenderweise zum Absturz. Erfahrene Piloten sind imstande, den Helikopter schräg nach unten zu steuern, sodass sich der Rotor weiter dreht. Auf diese Weise ist noch eine einigermaßen kontrollierte Landung möglich.

Die Piloten, die bei Helikopter Rundflügen eingesetzt werden, haben Tausende von Flugstunden hinter sich. Die Ausbildung ist nicht weniger intensiv als die von Piloten, die bei renommierten Fluggesellschaften tätig sind. Nachtflüge stehen ebenso auf dem Trainingsprogramm wie Touren durch schwierige Gebirgsregionen und Schlechtwettergebiete. Die Piloten wissen mit jeder Situation souverän umzugehen und strahlen eine Ruhe aus, die sich auf alle Anwesenden überträgt. Eines ist sicher: Wer einen Rundflug mit dem Helikopter bucht, ist in guten Händen.

Ein Helikopter ist ein echtes Kraftpaket

Schon beim Start spürt man die Kraft, die die Rotorblätter entwickeln. Die besonderen Flugeigenschaften machen es möglich, den Hubschrauber aus dem Stand in die Luft zu befördern. Allein dieses Erlebnis ist das Geld für einen Helikopter Rundflug wert. Die Startleistung liegt je nach Modell bei 500 bis 800 PS – dies entspricht der fünf- bis zehnfachen Leistung eines durchschnittlichen Personenkraftwagens.

Übrigens: Die Außengeräusche sind in der Flugkabine kaum hörbar. Möglich wird dies durch ultraleichte Kopfhörer, die mit einem Mikrofon ausgestattet sind. Auf diese Weise können die Passagiere sich untereinander verständigen und den Funkverkehr mithören. Um die Erlebnisse im Bild festzuhalten, nehmen viele Passagiere eine Kamera mit an Bord. Die besten Ergebnisse werden mit Spiegelreflexkameras erzielt, die eine Auflösung von mindestens zehn Megapixeln bieten.

Industrie Technologie

Die 3-D-Technologie birgt enormes Zukunftspotenzial

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Die-3-D-Technologie

Beim Stichwort “3-D-Technologie” denken viele Leute zuerst an Fernseher von Grundig, Sony oder Sharp. Der letztgenannte Hersteller hat mit der “Aquos Quattron”-Reihe neue Massstäbe gesetzt und erzielt hervorragende Verkaufszahlen. Geräte mit 37 oder 40 Zoll taugen als vollwertiges Home Cinema und bringen echtes Kinofeeling ins heimische Wohnzimmer.

3-D-Drucker verwenden eine gänzliche andere Technologie: Die Geräte fügen Materialpartikel zusammen, bis das Objekt die gewünschte Form erreicht hat. Dazu wird lediglich ein CAD-Modell benötigt, das in den Drucker geladen wird. Gängige Materialien, die in 3-D-Druckern zum Einsatz kommen, sind Kunststoffe wie Nylon und ABS-Plastik, aber auch Harze und Metalle. 3-D-Drucker  können sogar essbares Material produzieren: der Berliner Copyshop Copyplanet berichtet von einem 3-D-Drucker, der Schokolade druckt!

Momentan sind 3-D-Drucker noch kein Verkaufsschlager, da die Produktion noch relativ kompliziert ist. Zudem sind viele der heute verfügbaren Heimdrucker teuer und unhandlich. Dies könnte sich jedoch bald ändern: Das deutsche Unternehmen iRapid hat vor wenigen Monaten ein Modell auf den Markt gebracht, das 999 Euro kostet. Der “Black” ähnelt äußerlich dem “Replicator 2” von Makerbot, der derzeit als leistungsfähigstes Gerät für Privatanwender gilt.

Anders als das Konkurrenzmodell ist der “Black” nur mit wenigen Komponenten ausgestattet. Dadurch ist der Drucker nahezu pannen- und wartungsfrei. Das Gerät arbeitet bei 15 bis 30 Grad Lagertemperatur und kann bis zu 100 Millimeter pro Sekunde verarbeiten. Es ist davon auszugehen, dass Makerbot bald ebenfalls einen preisgünstigen Drucker für Heimanwender vorstellen wird. Über kurz oder lang könnten sich die Preise bei 800 bis 1.000 Franken einpendeln.

Das Bio-Printing wird immer ausgefeilter

Die japanische Firma Fasotec sorgte kürzlich für Aufsehen, als sie bekannt gab, anhand von Ultraschalluntersuchungen ein 3-D-Modell eines ungeborenen Kindes gedruckt zu haben. Inzwischen hat sich daraus ein Geschäftsmodell entwickelt: Werdende Eltern können sich für umgerechnet 1.000 Franken ein Modell des Fötus drucken lassen.

Das US-Unternehmen Modern Meadow hat die Bioprinting-Technik so weit entwickelt, dass in Kürze essbares Fleisch reproduziert werden soll. Der Investmentmanager Peter Thiel hat zu diesem Zweck eine sechsstellige Summe aus seiner Stiftung zur Verfügung gestellt. Das Fleisch soll aus Biotinte hergestellt werden, die verschiedene Zelltypen beinhaltet. Nach dem Druck wandern die Fleischstücke in einen Bioreaktor, um dort zu reifen. Ob Biotinten-Fleisch bei den Konsumenten auf positive Resonanz stösst, steht indes auf einem anderen Blatt.

Contour Crafting: Wenn das Haus aus dem 3-D-Drucker kommt

Das sogenannte Contour Crafting ist der Traum all derer, die sich kein Eigenheim leisten können. Mithilfe dieser Technologie soll es möglich werden, ganze Häuser zu drucken. Innerhalb von nur 24 Stunden soll das Gebäude stehen und einzugsfertig sein. Dies klingt nach Science-Fiction, könnte aber schon in wenigen Jahren Realität werden. Wie bei kleineren Objekten wird das Haus am Rechner entworfen. Die Daten werden an einen Roboter von gigantischen Ausmaßen weitergeleitet, der alle Arbeitsschritte strikt nach Anleitung ausführt. Entwickelt wurde das Verfahren von dem amerikanischen Forscher Behrokh Khoshnevis, der als Professor an der University of Southern California lehrt.