Allgemein

Lehm findet wieder Anwendung im Innenbereich

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Fersing  / pixelio.de

Altbewährte Materialien werden zunehmend wieder entdeckt, wenn es um Wohnbereiche geht. So wird die Eigenschaft des Naturstoffes Lehm, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren gerne genutzt, wenn die Luft zu trocken oder zu feucht ist. Lehm Putz ist nachweislich besser in Bezug auf die Wasserspeicherung als viele der üblicherweise eingesetzten Mittel. Die in diesem Naturstoff enthaltenen Mineralien können Schadstoffe binden, zudem schafft Lehm ein optimales Raumklima.

Vor allem Naturverbundene greifen immer mehr auf Altbewährtes zurück, so findet man neben Stein und Holz auch immer mehr Lehm in den Häusern. Dieser wird entweder auf die Wände anstatt des klassischen Verputzes aufgetragen oder es wird lediglich eine Lehmfarbe verwendet. Die es heute bereits in vielen Farben gibt. Beliebt sind Lehmfarben auch wegen der Möglichkeit, verschiedene Strukturen zu bilden. Man kann Lehm mit Pinsel, Bürste oder Schwamm auftragen und einzigartige Mustermischungen erstellen. Die Reinigung der Pinsel und Bürsten ist einfach mit Wasser, somit erspart man sich das Hantieren mit Chemikalien.

Anwendung findet Lehm auch bei der Renovierung alter Bausubstanz. Wobei man sich bei der Verarbeitung von Lehmstoffen doch etwas besser erkundigen sollte, denn manche enthalten synthetische Mittel, die zur Konservierung dienen und somit sich die Natürlichkeit etwas relativiert. Auch das Auftragen erfordert vor allem beim Verputzen etwas mehr Können, da ein stärkerer Abrieb als bei herkömmlichen Verputzen auf Zement- oder Gipsbasis vorhanden ist.

Die gute klimatische Wirkung entwickelt Lehm erst, wenn es etwa einen Zentimeter dick auf die Wände aufgetragen wird, dies sollte man beachten. Mit der Lehmfarbe alleine kann man diese Wirkung nicht erreichen. Erst in der Kombination kann man davon ausgehen, dass sich mit der Zeit die Luftfeuchtigkeit auf zwischen 45 und 55 Prozent einpendelt, was für den Menschen optimal ist. Auch sollte man genau darauf achten, welche Produkte man verwendet und jene mit synthetischen Zusätzen eher meiden.

Diese einfache Mischung aus Ton, Sand und Wasser, die man Lehm nennt, kann an vielen Orten in unseren Breiten gewonnen werden. Mit verschiedenen Anteilen und Sorten von Sand, erhält man auf natürliche Weise unterschiedliche Pigmente, somit sind Chemikalien nicht nötig, um verschiedene Farben zu erhalten. Von fast weiß über grau bis zu rot gibt es Lehm in vielen Tönen. Der etwas teurere Preis kann mit der wohltuenden Wirkung auf den Menschen gerechtfertigt werden.

Innendesign

Marmor – ein Stein für die Ewigkeit

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Rainer Sturm  / pixelio.de

In der Architektur und im Innendesign herrscht nach wie vor ein minimalistischer Trend. Obwohl man alte architektonische Schmuckstücke aus der Vergangenheit bewundert, möchte der moderne Mensch der Funktionalität einen Vorrang geben, wobei man auf eine ästhetische Harmonie zwischen den Strukturen und eingesetzten Materialien achten möchte.

Bevorzugt eingesetzt werden heutzutage Glas und Metall. Das Glas spielt beim Faktor Licht und Wärme eine große Rolle, da durch die neuen Herstellungsverfahren gewährleistet wird, dass das Licht zwar herein, aber die Kälte draußen bleiben kann. Das Metall wiederum ist ein sehr anpassbares und robustes Material, das mit vielen unterschiedlichen anderen kombiniert werden kann.

Ein Klassiker unter den Materialien bleibt jedoch nach wie vor: Marmor. Seit dem 7. Jahrhundert vor Christus wurde dieses harte Gestein in Griechenland auf der Insel Paros gewonnen. Auch sehr bekannt ist der Marmor aus Carrara, der noch während der Römerzeit im 2. Jahrhundert vor Christus gewonnen wurde und für die Ausstattung in den geräumigen und pompösen Villen der Patrizier eingesetzt wurde.

Man verbindet diesen Stein unweigerlich mit den Böden im Mittelmeerraum, wo sie in den heißen Monaten eine angenehme Kühle verbreiten. Viele Jahrhunderte lang mit Holzkeilen und Wasser aus dem Gestein getrennt, gilt Marmor auch heute noch als sehr wertvolles Material für die Bodengestaltung. Zudem gibt es durch die unterschiedlichen Maserungen eine Vielzahl an Möglichkeiten ihn auch in Form von Mosaiken zu verwenden.

Echter Marmor kann hervorragend in Kombination mit Stahl und Glas verwendet werden. Es passt genauso zum minimalistischen Trend der Neuzeit, wie es in die riesigen Hallen alter Tempel gepasst hat. Durch seine Eigenschaften ist er in der Erhaltung sehr einfach und hat eine überaus lange Lebenszeit. Zahlreiche Beispiele aus der Vergangenheit zeugen von der Verwendung von Marmor vor allem im Mittelmeerraum und diese sind mehrere Tausend Jahre alt, somit ist es ein Stein, der wahrlich für die Ewigkeit bestimmt ist.

Die Verarbeitung von Marmor in Böden und Wandfliesen ist eine Möglichkeit, dieses Material einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Trotz der Tatsache, dass Marmor als hochwertiges Material zu den teureren gehört, wird er gerne auch in öffentlichen Flächen genutzt, da er durch seine Festigkeit und Langlebigkeit eine langfristig sehr günstige Investition darstellt. Im Innendesign ist Marmor nicht wegzudenken, denn seine immerwährende Schönheit in den zahlreichen Schwarz-, Rot- und Weißtönen wird seit jeher bewundert.