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Industrie Technologie

Die 3-D-Technologie birgt enormes Zukunftspotenzial

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Die-3-D-Technologie

Beim Stichwort “3-D-Technologie” denken viele Leute zuerst an Fernseher von Grundig, Sony oder Sharp. Der letztgenannte Hersteller hat mit der “Aquos Quattron”-Reihe neue Massstäbe gesetzt und erzielt hervorragende Verkaufszahlen. Geräte mit 37 oder 40 Zoll taugen als vollwertiges Home Cinema und bringen echtes Kinofeeling ins heimische Wohnzimmer.

3-D-Drucker verwenden eine gänzliche andere Technologie: Die Geräte fügen Materialpartikel zusammen, bis das Objekt die gewünschte Form erreicht hat. Dazu wird lediglich ein CAD-Modell benötigt, das in den Drucker geladen wird. Gängige Materialien, die in 3-D-Druckern zum Einsatz kommen, sind Kunststoffe wie Nylon und ABS-Plastik, aber auch Harze und Metalle. 3-D-Drucker  können sogar essbares Material produzieren: der Berliner Copyshop Copyplanet berichtet von einem 3-D-Drucker, der Schokolade druckt!

Momentan sind 3-D-Drucker noch kein Verkaufsschlager, da die Produktion noch relativ kompliziert ist. Zudem sind viele der heute verfügbaren Heimdrucker teuer und unhandlich. Dies könnte sich jedoch bald ändern: Das deutsche Unternehmen iRapid hat vor wenigen Monaten ein Modell auf den Markt gebracht, das 999 Euro kostet. Der “Black” ähnelt äußerlich dem “Replicator 2” von Makerbot, der derzeit als leistungsfähigstes Gerät für Privatanwender gilt.

Anders als das Konkurrenzmodell ist der “Black” nur mit wenigen Komponenten ausgestattet. Dadurch ist der Drucker nahezu pannen- und wartungsfrei. Das Gerät arbeitet bei 15 bis 30 Grad Lagertemperatur und kann bis zu 100 Millimeter pro Sekunde verarbeiten. Es ist davon auszugehen, dass Makerbot bald ebenfalls einen preisgünstigen Drucker für Heimanwender vorstellen wird. Über kurz oder lang könnten sich die Preise bei 800 bis 1.000 Franken einpendeln.

Das Bio-Printing wird immer ausgefeilter

Die japanische Firma Fasotec sorgte kürzlich für Aufsehen, als sie bekannt gab, anhand von Ultraschalluntersuchungen ein 3-D-Modell eines ungeborenen Kindes gedruckt zu haben. Inzwischen hat sich daraus ein Geschäftsmodell entwickelt: Werdende Eltern können sich für umgerechnet 1.000 Franken ein Modell des Fötus drucken lassen.

Das US-Unternehmen Modern Meadow hat die Bioprinting-Technik so weit entwickelt, dass in Kürze essbares Fleisch reproduziert werden soll. Der Investmentmanager Peter Thiel hat zu diesem Zweck eine sechsstellige Summe aus seiner Stiftung zur Verfügung gestellt. Das Fleisch soll aus Biotinte hergestellt werden, die verschiedene Zelltypen beinhaltet. Nach dem Druck wandern die Fleischstücke in einen Bioreaktor, um dort zu reifen. Ob Biotinten-Fleisch bei den Konsumenten auf positive Resonanz stösst, steht indes auf einem anderen Blatt.

Contour Crafting: Wenn das Haus aus dem 3-D-Drucker kommt

Das sogenannte Contour Crafting ist der Traum all derer, die sich kein Eigenheim leisten können. Mithilfe dieser Technologie soll es möglich werden, ganze Häuser zu drucken. Innerhalb von nur 24 Stunden soll das Gebäude stehen und einzugsfertig sein. Dies klingt nach Science-Fiction, könnte aber schon in wenigen Jahren Realität werden. Wie bei kleineren Objekten wird das Haus am Rechner entworfen. Die Daten werden an einen Roboter von gigantischen Ausmaßen weitergeleitet, der alle Arbeitsschritte strikt nach Anleitung ausführt. Entwickelt wurde das Verfahren von dem amerikanischen Forscher Behrokh Khoshnevis, der als Professor an der University of Southern California lehrt.